Umsätze deutscher Großkonzerne sinken das dritte Jahr in Folge

Die Umsätze der größten börsennotierten Unternehmen Deutschlands sind im Jahr 2025 zum dritten Mal in Folge zurückgegangen. Laut einer Studie der Beratungsgesellschaft EY sanken die Erlöse der DAX-Konzerne um 0,6 Prozent. Besonders schwach entwickelte sich das vierte Quartal, in dem die Umsätze um 3,3 Prozent und das operative Ergebnis (EBIT) um 14 Prozent einbrachen.

Schwäche in wichtigen Auslandsmärkten

Der Rückgang ist vor allem auf die schwache Nachfrage in zentralen Exportmärkten zurückzuführen. In Nordamerika sanken die Umsätze um 4 Prozent, in Asien sogar um 9 Prozent, während Europa ein Plus von 3 Prozent verzeichnete. Insgesamt ging das operative Ergebnis der DAX-Unternehmen um 4 Prozent zurück. Banken wie Deutsche Bank und Commerzbank wurden aufgrund der Besonderheiten ihrer Einnahmestruktur nicht berücksichtigt.

Keine schnelle Erholung in Sicht

EY sieht kurzfristig keine Trendwende. Die Ergebnisse spiegeln die strukturellen Herausforderungen der deutschen Wirtschaft wider. Besonders Industrieunternehmen stehen weiterhin unter Druck, nachdem sie zuletzt deutliche Rückgänge bei Umsatz und Gewinn verzeichnet hatten.

Deutliche Unterschiede zwischen den Branchen

Trotz des insgesamt schwachen Trends zeigt sich ein gemischtes Bild: 53 Prozent der Unternehmen steigerten ihren Umsatz, 58 Prozent erhöhten ihre Gewinne. Der Finanzsektor erzielte einen Gesamtgewinn von 46,4 Milliarden Euro, nach 39,4 Milliarden Euro im Vorjahr. Andere Branchen verzeichneten hingegen einen Gewinnrückgang von 10 Prozent.

Rüstungs- und Luftfahrtbranche stark, Autobauer schwach

Besonders stark entwickelten sich Unternehmen mit Bezug zur Verteidigungs- und Luftfahrtindustrie. Rheinmetall steigerte seinen Umsatz um 29 Prozent, MTU Aero Engines um 18 Prozent. Die Automobilbranche hingegen musste einen Rückgang der Verkäufe um 4 Prozent hinnehmen. Den höchsten operativen Gewinn erzielte 2025 Deutsche Telekom mit 24,8 Milliarden Euro, gefolgt von Allianz mit 17,4 Milliarden Euro und Siemens mit 11,4 Milliarden Euro.

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