Der gemeinsame Konjunkturbericht (Gemeinschaftsdiagnose) führender Wirtschaftsforschungsinstitute in Deutschland hat gezeigt, dass die Erwartungen hinsichtlich der Wachstumsaussichten der deutschen Wirtschaft nach unten korrigiert wurden. Laut dem von fünf großen Forschungsinstituten erstellten Bericht wurde die Wachstumsprognose für die deutsche Wirtschaft für das Jahr 2026 von 1,3 Prozent auf 0,6 Prozent und die Prognose für 2027 von 1,4 Prozent auf 0,9 Prozent gesenkt.
Inflationsprognosen nach oben korrigiert
Auch die Inflationserwartungen wurden in dem Bericht nach oben korrigiert. Demnach wird für 2026 ein Anstieg der Verbraucherpreise um 2,8 Prozent und für 2027 um 2,9 Prozent prognostiziert. Die Forschungsinstitute wiesen darauf hin, dass der Anstieg der Energiepreise die Importkosten Deutschlands in die Höhe treiben und zu Einnahmeausfällen in der Wirtschaft in Höhe von rund 50 Milliarden Euro führen könnte. Es wurde betont, dass der durch globale geopolitische Spannungen verursachte Energiepreisschock insbesondere die Industrieproduktion und den Export unter Druck setze.
Öffentliche Ausgaben haben den Aderlass gestoppt
In dem Bericht wurde zudem betont, dass öffentliche Ausgaben und eine expansive Finanzpolitik die Binnennachfrage stützten und so einen stärkeren Rückgang der Wirtschaft abfederten. Die gemeinsame Wirtschaftsprognose gilt als eine der wichtigsten Referenzen bei der Erstellung der Wirtschaftsprognosen der deutschen Bundesregierung.


