Thyssenkrupp hat im ersten Quartal einen deutlich höheren Nettoverlust von 334 Millionen Euro gemeldet, nachdem im Vorjahreszeitraum ein Verlust von 33 Millionen Euro angefallen war. Der Verlust je Aktie erhöhte sich von 0,08 Euro auf 0,57 Euro. Das Unternehmen erklärte, dass das negative Ergebnis hauptsächlich auf Restrukturierungsaufwendungen im Segment Steel Europe in Höhe von 401 Millionen Euro zurückzuführen sei. Zudem wirkten sich Wertminderungen im Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf des Kerngeschäfts im Bereich Automatisierungstechnik belastend aus.
Deutlicher Rückgang beim Auftragseingang
Das bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg um 10 Prozent auf 211 Millionen Euro. Der Konzernumsatz sank jedoch angesichts des anhaltend schwachen Marktumfelds von 7,8 Milliarden Euro auf 7,2 Milliarden Euro. Der Auftragseingang ging von 12,5 Milliarden Euro auf 7,7 Milliarden Euro zurück. Im Vorjahresquartal waren im Geschäftsbereich Marine Systems zwei größere Neubauaufträge verbucht worden.
Vorstand betont Transformationskurs
Vorstandsvorsitzender Miguel López sagte: „Das erste Quartal hat erneut gezeigt: Schritt für Schritt stärken wir unsere Wettbewerbsfähigkeit und treiben die Transformation des Konzerns entschlossen voran.“ Thyssenkrupp bestätigte die Konzernprognose für das Geschäftsjahr 2025-2026 und kündigte an, weiterhin den Fokus auf das Zukunftsmodell ACES 2030 zu legen. Zum letzten Schlusskurs auf XETRA notierte die Aktie bei 12,28 Euro und lag damit 4,38 Prozent im Plus.


