Historische Sanierung im Schloss des deutschen Bundespräsidenten

Die offizielle Residenz von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, das Schloss Bellevue, steht vor einer historischen und umfassenden Sanierung. Monate vor dem geplanten Beginn sind jedoch weder die Gesamtkosten noch der genaue Zeitplan festgelegt.

Kosten- und Zeitrahmen noch unklar

Das Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung teilte mit, dass derzeit der zeitliche Ablauf und die Kosten der Bauarbeiten geprüft werden. Ein Abschluss der Bewertung ist bislang nicht terminiert.

Langhanssaal

Umzug für Präsident und Mitarbeiter im März

Im März sollen Bundespräsident Steinmeier sowie rund 220 Mitarbeiter das Schloss Bellevue und das angrenzende Bundespräsidialamt im Berliner Tiergarten verlassen. Auch das Verwaltungsgebäude aus dem Jahr 1998 wird grundlegend modernisiert.

Interimsstandort für 205 Millionen Euro

Für die Dauer der Sanierung zieht das Bundespräsidialamt in einen neu errichteten Interimsstandort nahe dem Kanzleramt und dem Berliner Hauptbahnhof. Die Baukosten belaufen sich auf 205 Millionen Euro. Nach Abschluss der Arbeiten soll das Gebäude von anderen Bundesbehörden genutzt werden.

Schloss Bellevue, Salon Luise

Erhebliche bauliche Mängel

Nach Angaben der Präsidialverwaltung weist Schloss Bellevue zahlreiche strukturelle und technische Mängel auf, darunter ein undichtes Dach, veraltete Lüftungssysteme, nicht einbruch- und kugelsichere Fenster sowie Risse in der Fassade und Korrosionsschäden an Decken.

Modernisierung von Brandschutz und Technik

Im Bundespräsidialamt entsprechen insbesondere die Brandschutzmaßnahmen nicht mehr den aktuellen Standards. Auch die gesamte Gebäudetechnik, Energieeffizienz und Barrierefreiheit werden erneuert.

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